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Alle Farben im Powershell-Profil definieren

Um alle Farben in der Powershell zu setzen, mu├č man 40 (vierzig) Variablen definieren. Zumindest glaube ich, da├č das alle sind. Im Verlauf einer langen, m├╝hsamen Recherche waren das zumindest alle, die ich gefunden habe. In meinem Profil habe ich sie zusammengestellt und wie folgt definiert:

$Host.UI.RawUI.ForegroundColor = 'Green'
$Host.UI.RawUI.BackgroundColor = 'Black'
$Host.UI.RawUI.ForegroundColor = 'Green'
$Host.UI.RawUI.BackgroundColor = 'Black'
$Host.PrivateData.WarningForegroundColor = 'Green'
$Host.PrivateData.WarningBackgroundColor = 'Black'
$Host.PrivateData.ErrorForegroundColor = 'Green'
$Host.PrivateData.ErrorBackgroundColor = 'Black'
$Host.PrivateData.VerboseForegroundColor = 'Green'
$Host.PrivateData.VerboseBackgroundColor = 'Black'
$Host.PrivateData.DebugForegroundColor = 'Green'
$Host.PrivateData.DebugBackgroundColor = 'Black'
$host.ui.rawui.ForegroundColor = 'Green'
$host.ui.rawui.BackgroundColor = 'Black'
$Host.PrivateData.ErrorForegroundColor = 'Green'
$Host.PrivateData.ErrorBackgroundColor = 'Black'
$Host.PrivateData.WarningForegroundColor = 'Green'
$Host.PrivateData.WarningBackgroundColor = 'Black'
$Host.PrivateData.DebugForegroundColor = 'Green'
$Host.PrivateData.DebugBackgroundColor = 'Black'
$Host.PrivateData.VerboseForegroundColor = 'Green'
$Host.PrivateData.VerboseBackgroundColor = 'Black'
$Host.PrivateData.ProgressForegroundColor = 'Green'
$Host.PrivateData.ProgressBackgroundColor = 'Black'
Set-PSReadLineOption -Colors @{
Command = 'Green'
Comment = 'Green'
DefaultToken = 'Green'
Emphasis = 'Green'
Error = 'Green'
Keyword = 'Green'
Number = 'Green'
Member = 'Green'
Operator = 'Green'
Selection = 'Blue'
String = 'Green'
Type = 'Green'
Variable = 'Green'
Parameter = 'Green'
ContinuationPrompt = 'Green'
Default = 'Green'
}
Clear-Host

Die Namen sind weitgehend selbsterkl├Ąrend, somit habt Ihr hier eine umfassende M├Âglichkeit, die Farbgebung nach Euren W├╝nschen zu gestalten. Viel Spa├č!

Externer Displayport pl├Âtzlich kaputt? Teil 2!

Mittlerweile hat sich herausgestellt, da├č das Problem des hin und wieder ausfallenden zweiten Monitors auf einer Linux-Mint-Maschine irgendwo im Session Management von xfcwm und xfce steckt. Es ist mir n├Ąmlich gelungen, mit dem Session-and-Startup-Tool eine Session zu sichern, die zuverl├Ąssig (!) beide Bildschirme aktiviert. Allerdings habe ich in diesem Tool die Option

Display chooser on login

aktiviert. Der Nachteil: Ich mu├č nach dem Login diese Session im Chooser aktivieren. Zur Zeit versuche ich zu kl├Ąren, wie ich sie zur expliziten Default Session machen kann, soda├č ich den Chooser nicht mehr ben├Âtige.

Warum Sie nicht nur in Corona-Zeiten aufh├Âren sollten, Windows zu benutzen, und sich stattdessen mit Linux anfreunden sollten!

Der erste Grund ist: Wenn nicht jetzt, wann dann? Viele Menschen sitzen (im November 2020) zu Hause herum und wissen nichts mit sich anzufangen, warum nicht die Zeit nutzen und etwas Neues lernen? Aber ernsthaft: Neue Wege zu erkunden, ist immer gut und h├Ąlt jung. Aber es gibt auch sehr konkrete Gr├╝nde f├╝r die von mir gew├Ąhlte ├ťberschrift, und ich gebe ein Beispiel:

Ich gehe davon aus, da├č Sie Windows verwenden. Lassen Sie mich raten, mit welchem Programm Sie Ihre E-Mails (ja, das war dieses Nachrichten├╝bermittlungssystem vor der gro├čfl├Ąchigen Einf├╝hrung von WhatsApp und Telegram und anderen instant messenger services) bearbeiten. Gr├╝bel, gr├╝bel und studier’… Ich komm’ nicht drauf… Jetzt: ­čś▒ Outlook, richtig?

Haben Sie’s bezahlt? Oder raubkopiert? Oder, naja, so halblegal mit irgendeinem Schl├╝ssel aus dem Internet freigeschaltet?

Aber das nur am Rande: Die Tatsache, da├č Sie f├╝r die meiste Software, die Sie unter Linux/FreeBSD* (Erkl├Ąrung am Ende des Texts) verwenden k├Ânnen, keinen Penny bezahlen m├╝ssen, und zwar ganz legal, ist nur ein Aspekt. Ich will auf etwas anderes hinaus:

Bis Sie Ihre E-Mailaccounts in Ihrem Outlook-Profil eingerichtet hatten, haben Sie schon Zeit investiert, oder? Und dann hatten Sie erst einmal einen ersten Rechner, den Sie f├╝r Ihre Mailkommunikation nutzen konnten. Dann kam aber der Rechner im B├╝ro dazu, dann der im Hobbyzimmer und immer so weiter…

Haben Sie dann jedesmal ein Outlook-Profil von Grund auf neu erstellt?

Ich habe das immer und immer wieder gemacht, denn die Methoden, mit denen man das angeblich vermeiden kann, haben sich ├╝ber die Jahre immer wieder ge├Ąndert, und bei mir haben Sie praktisch nie ohne unangenehme Nebenwirkungen funktioniert. Da war es dann ganz einfach sinnvoller, den ganzen Kladderadatsch wieder von vorne einzutippen: Accountdaten, Serverdaten, Portnummern, Pa├čw├Ârter usw. usf.

Tja, und wenn eine dieser Methoden, das Outlook-Profil auf einen anderen Rechner zu ├╝bertragen, mit einem zerschossenen Outlook geendet hat, dann d├╝rfen Sie gerade mal de- und anschlie├čend reinstallieren.

Ich habe nachgeschaut: Man findet so grandiose Tips wie den Export der einzelnen Kontodaten in pst-Dateien. Na toll, da w├Ąre ich ja nie drauf gekommen. Dann haben Sie zwar einen Abklatsch der Mails, aber kein funktionierendes Postfach. Was soll so ein Hinweis?

Falls wir uns hier mi├čverstehen: Ich habe nicht einen E-Mailaccount bei meinem Internet-Access-Provider, sondern eine ganze Reihe Konten bei unterschiedlichen Systemen und Anbietern. Wer nur einen Account hat, und den sinnvollerweise mit dem IMAP-Protokoll betreibt, der ist nat├╝rlich fein raus und hat beim Umzug von einem auf einen anderen Rechner keine nennenswerte Arbeit. Wenn Sie aber viele Konten haben, darunter dann noch ein paar mit Zweifaktorauthentifizierung, wird’s lustig.

Genug von Windows, gehen wir zu Linux:

Unter Linux k├Ânnen Sie einen Mailclient wie bspw. Thunderbird benutzen. Thunderbird hat ein Verzeichnis, in dem es seinen Maschinenraum hostet, soll hei├čen: Die ganzen Dateien, die es zum Betrieb braucht, zuallererst die Datei thunderbird.

Aber es gibt im Home-Directory des Anwenders ein Verzeichnis .thunderbird (solche Dateien mit einem Punkt vornedran sind auf Linux/FreeBSD-Systemen versteckte Dateien bzw. Verzeichnisse), in dem sozusagen die Verwaltungsetage zu Hause ist. In diesem Verzeichnis liegen alle Ihre pers├Ânlichen Daten, alles ├╝ber Ihre Accounts, Ihre Einstellungen, Ihre Mails etc. pp.

Wenn Sie jetzt sagen, supi, das ist ja ├╝bersichtlich, dann lege ich mir doch gleich noch einen zweiten Linux-Rechner an, dann k├Ânnen Sie dieses Verzeichnis nehmen und einfach umkopieren! Fertig!

(Ich habe das gerade beim Redigieren des Textes getan! Und es funktioniert! Ich mu├čte lediglich einmal auf den Server kopieren, und dann vom Server korrekt auf den neuen Client kopieren, dann zeigte Thunderbird auf dem neuen Rechner meine ganzen Accounts genauso an wie auf der ersten Maschine. So einfach kann das Leben sein!)

Machen Sie das mal mit Windows!

Und damit sind wir beim entscheidenden Punkt: Ich will nicht sagen, der Maschinenraum von Linux/FreeBSD sei simpel und ├╝bersichtlich, nein, man mu├č eine Menge lernen und Erfahrung sammeln, bis man sich darin zurechtfindet. Aber auf Linux/FreeBSD-Systemen ist alles eine Datei, die ich ggf. kopieren, ├╝berschreiben oder einfach nur editieren kann. Gut, nat├╝rlich keine kompilierte Bin├Ąrdatei, das ist ja klar. Wer aber mal vor einem Windows-Rechner gesessen hat, auf dem eine b├Âsartige Adware die Browserkonfiguration gekapert hat, dann verzweifelt versucht hat, das zu reparieren und das nach stundenlangen Recherchen (und dabei wom├Âglich mit Einfangen neuer Malware) gesteckt hat und begonnen hat, sich geistig-moralisch auf die Neuinstallation von Windows vorzubereiten, der wei├č, wovon ich rede! Wer ist in der Lage, die Folgen eines solchen Angriffs z. B. mit ihren Auswirkungen auf die Registry zu beheben und das System so zu reparieren, da├č es danach wieder l├Ąuft wie vorher? Ja, ich wei├č: Ich habe das schon hinbekommen, indem ich mit Werkzeugen aus der SysInternals-Box einzelne Komponenten der Schadsoftware identifizieren und beseitigen konnte, Schwein gehabt! Aber ich hatte auch einen Fall, in dem ich das System in die Tonne treten mu├čte, sprich: Rechner plattgemacht, alles von vorne eingerichtet.

Womit wir beim n├Ąchsten Punkt w├Ąren: Man kann jedes System b├Âsartig hacken (ich sage b├Âsartig, weil hacken per se keine b├Âse Tat ist, im Gegenteil), aber kein System ist so anf├Ąllig und so gef├Ąhrdet wie Windows, und das gilt f├╝r die Desktop- genauso wie f├╝r die Serverversionen. Allein aus dem Grund sollte man sich ├╝berlegen, ob man nicht wenigstens einen Linux-Rechner haben sollte f├╝r die Shoppingtouren im Web.

Kurzum: Wer sich als normaler Anwender, und hier meine ich mit normal Menschen, die

  1. nicht programmieren,
  2. keine IT-Sicherheitsberater sind oder ├Ąhnliches,
  3. die den PC als Alltagswerkzeug benutzen, das einfach die paar Sachen machen soll, die man t├Ąglich so braucht (drucken, surfen, Bilder anschauen, Messenger-Dienste benutzen…),

einen Gefallen tun will, der sollte die gef├Ąhrlichen Dinge auf einem Linux-Rechner machen, das ist nicht schwieriger als unter Windows, es sieht nur ein bi├čchen anders aus. Dann nimmt er sozusagen den Windows-Rechner aus der Gefahrenzone und lernt nebenher, ein wenig mit Linux zu spielen (hier lasse ich FreeBSD mal weg, denn in aller Regel werden moderne Linux-Distributionen wie z. B. Ubuntu vom Start weg auch mit etwas ungew├Âhnlicherer Hardware fertig und k├Ânnen die Installation praktisch ohne Zutun des Nutzers erfolgreich durchf├╝hren).

In diesem Sinne: Viel Spa├č beim neuen Hobby ­čśť­čśť­čśť ÔÇ╝

___

*) Ich schreibe Linux/FreeBSD, weil es unfair w├Ąre, im gegebenen Zusammenhang nur von Linux oder nur von FreeBSD zu reden, aber beide zusammen stellen die heutige Unix-Welt dar, was eigentlich auch schon wieder falsch ist, weil Unix ja ein Markenname von ATT ist (oder war, wie auch immer).

Externer DisplayPort pl├Âtzlich kaputt?

Es geht um ein Lenovo ThinkPad T420s, aber dieses Problem k├Ânnte auch andere Maschinen betreffen, nein, es betrifft mit Sicherheit auch andere Maschinen! (Warum? Die L├Âsung folgt am Ende!)

Auf dem o. g. Ger├Ąt l├Ąuft Linux Mint 20, auch Ulyana genannt (eigentlich also Ubuntu, noch eigentlicher Debian). Der von mir verwendete Desktop war (und ist jetzt wieder) XFCE4.

Vor einiger Zeit hatte ich das Ger├Ąt eingerichtet, heftigst benutzt, und ziemlich zu Beginn einen zweiten Monitor am DisplayPort-Ausgang betrieben. V├Âllig problemlos.

Dann kam es, wie es kommen mu├čte: Hier was rumgefummelt, dort mit den Treibern gespielt, und schlie├člich, eines morgens, starte ich den Rechner und denke: H├Ąh? Was ist mit meinem Monitor los? Kein Bild? Warum?

Langes Gefummel, Kabelwechsel, Monitortausch, alles hardware-fokussiert, alles sinnlos. Am Ende die Notl├Âsung schlechthin: VGA-Kabel, alles gut. Naja, bis auf die Bildqualit├Ąt und die lustigen Artefakte bei schnellen Bewegungen auf dem Bildschirm.

Also, VGA ist halt, naja, eben eine Notl├Âsung, aber ich hatte nach vielen Recherchen das Problem ad acta gelegt und mir gesagt: Ist ein Hardwaredefekt!

Aber irgendwie habe ich mir das nicht geglaubt, und siehe da: Heute stie├č ich auf Berichte, die auf folgendes hinweisen:

https://askubuntu.com/questions/1230924/ubuntu-20-04-does-not-recognize-second-monitor

Konkret geht es mir um das hier:

In der Tat fand ich das File, die Zeile war nicht auskommentiert, ich habe das ge├Ąndert, aber geholfen hat es nichts. Au├čer in einem Punkt: Ich war mir jetzt 100% sicher, da├č es DOCH ein Software- bzw. Konfigurationsproblem sein wird.

Ich habe dann zun├Ąchst vom aktuellen NVidia-Treiber auf einen ├Ąlteren umgeschaltet, ohne Erfolg, dann wieder zur├╝ck auf den empfohlenen aktuellen Treiber, aber dann habe ich beim Login nicht die XFCE-Session gew├Ąhlt, sondern Gnome.

Und siehe da: Der externe Monitor wurde wieder wach!

Dann habe┬á ich mich ausgeloggt, an meiner alten XFCE-Session wieder angemeldet, und…

Yippieh, der Monitor funktionierte immer noch!

Sachen gibt’s… Da hat wohl die Gnome-Session etwas ├╝berschrieben, was der XFCE-Session wieder auf die Spr├╝nge geholfen hat. Keine Ahnung, was, aber Hauptsache, da├č! Uff.

PS: Zwischenzeitlich war der Port schon wieder tot, aber dann konnte ich ihn durch aktivieren der Zeile, also wegnehmen der Kommentarraute,

options nvidia-drm modeset=1

wieder einschalten. Ist das lustig ­čśë…

Fortsetzung hier: http://www.kolloquia.de/?p=827

GitAhead zickt herum beim Zugriff auf Remotes, die auf Synology-Diskstations liegen?

Sie bekommen merkw├╝rdige Fehlermeldungen, wenn Sie mit GitAhead einen Push auf das Remote-Repository durchf├╝hren wollen? Z. B., da├č Ihr Schl├╝sselpaar inkonsistent w├Ąre?

Dann tun Sie folgendes:

  1. Loggen Sie sich per SSH auf der Diskstation ein, geben Sie den Befehl sudo su ein und ├Âffnen Sie die /etc/passwd mit einem Editor. Suchen Sie den User, der hier mit Git arbeiten soll, kopieren Sie die Zeile, ersetzen Sie den Shell-Teil, der auf die Git-Shell zeigt, mit /bin/sh und kommentieren Sie die Originalzeile mit einer Raute aus.
  2. Lesen Sie den Artikel http://www.kolloquia.de/?p=802 und erzeugen Sie ein pa├čwortfreies SSH-Login f├╝r Ihr Git-Anwender-Konto!
  3. Wenn das geklappt hat, loggen Sie sich als Superuser wieder ein, l├Âschen Sie die Zeile mit /bin/sh und nehmen Sie die Raute vor der Originalzeile wieder weg.

Wenn Sie jetzt mit GitAhead auf Ihr Remote zugreifen wollen, sollte es funktionieren!

SSH-Login auf Synology/DSM ohne Pa├čworteingabe (passwordless)

Zum Thema gibt es einiges zu finden, manches ├╝bersichtlich, manches weniger, es gibt vollst├Ąndige Anleitungen und weniger vollst├Ąndige, genauer, unvollst├Ąndige, mit denen es nicht klappt, und um einfach die Wahrscheinlichkeit zu erh├Âhen, auf einen Artikel zu sto├čen, der _ALLES_ wichtige erw├Ąhnt, habe ich diesen hier erstellt. Damit also einfach einer mehr im Netz steht, der die Sachlage vollst├Ąndig dokumentiert.

Los geht’s:

Sie w├Ąren nicht hier, wenn Sie Telnet f├╝r Ihre Remote-Logins verwenden wollten, nehme ich mal an. Sie verwenden SSH, wollen sich aber ohne Pa├čwort anmelden.

Okay, dem hat Synology einen Riegel vorgeschoben! Um den zur Seite zu schieben, loggen wir uns auf der Webverwaltungsoberfl├Ąche der Synology-Station ein, ├Âffnen das Control Panel und klicken auf Terminal & SNMP.

Im ersten Tab, Terminal, aktivieren wir den Telnet-Dienst, und SSH werden Sie schon aktiviert haben, oder? Wenn nicht, dann tun Sie es jetzt.

Es wird oft gesagt, man solle den Default-Port 22 nicht verwenden und stattdessen irgendeine andere, hohe (vierstellige) Portnummer w├Ąhlen. Was, bitte sch├Ân, soll das denn bringen? Security by obfuscation? Sorry, aber das finde ich l├Ącherlich. (Ich habe es gerade extra recherchiert: Es gibt Admins, die ihre Server mit direktem Zugang zum Internet auf einen anderen Port setzen, aber das tun sie, um z. B. ihre Logfiles etwas k├╝rzer zu halten. An Sicherheit bringt das keinerlei Gewinn. Und wer liest Logfiles schon pers├Ânlich? Am besten als Ausdruck auf Endlospapier vom Nadeldrucker?) Wer an Ihre Station so nahe herangekommen ist, der wird auch den Port ausfindig machen, auf dem der sshd antwortet. Aber es schadet nichts, wenn Sie einen anderen Port benutzen, nur sollten Sie das dokumentieren. Und Sie m├╝ssen dann bei jedem Login den Port mit angeben, sonst klappt’s nicht.

Warum jetzt die Telnet-Aktivierung? Ganz einfach: Weil Dinge, die schiefgehen k├Ânnen, schiefgehen. Und wenn wir uns jetzt aussperren, gucken wir unter Umst├Ąnden dumm aus der W├Ąsche. Wenn Sie z. B. beim n├Ąchsten Schritt die SSH-Konfiguration zerschie├čen, werden Sie Schwierigkeiten haben, das zu reparieren. Also, lieber Telnet aktivieren, und sp├Ąter nicht vergessen, es wieder zu deaktivieren.

Wie schon angedeutet, jetzt m├╝ssen wir die SSH-Konfiguration ├Ąndern. Dazu loggen Sie sich auf der Station ein, egal wie, aber Sie ben├Âtigen ein Kommandozeilen-Prompt.

Geben Sie ein

sudo su

Jetzt sind Sie Bruce Allm├Ąchtig!

Machen Sie eine Sicherheitskopie der Datei /etc/ssh/sshd_config, denn die wollen wir nun bearbeiten.

Geben Sie ein:

vi /etc/ssh/sshd_config

Entfernen Sie die Raute vor diesen beiden Befehlen:

#RSAAuthentication yes
#PubkeyAuthentication yes

(Nachtrag: Ich habe gerade Tests auf einer zweiten Station gemacht. Auf dieser hat die Option PubkeyAuthentication yes ausgereicht! Testen Sie das ruhig, wenn Sie Zeit und Lust haben. Man lernt nie aus… )

Speichern Sie und starten Sie den sshd neu:

synoservicectl --reload sshd

Jetzt stimmt die SSH-Konfiguration auf der Serverseite. Aber jetzt m├╝ssen Sie f├╝r Ordnung in Ihrer Verzeichnisstruktur sorgen: F├╝r einen Account, in den man sich per SSH ohne Pa├čwort einloggen kann, fordert die SSH, da├č:

  1. Das  Home-Directory mit chmod 700 auf die richtige Berechtigungsstufe gesetzt wurde.
  2. Das .ssh-Verzeichnis eine Stufe tiefer ebenso.
  3. Die Schl├╝sselfiles, zumindest das des privaten Schl├╝ssels, sollten ebenfalls mit chmod 700 entsprechend gesch├╝tzt sein.

Wenn z. B. das Home-Dir auf den Vorsteinstellungen von Synology bleibt, haben Sie keine Chance!

Jetzt k├Ânnen Sie sich ausloggen und sich dem Client widmen. Wenn Sie bereits ein Schl├╝sselpaar haben, prima, wenn nicht, legen Sie eines an, am besten mit

ssh-keygen -t rsa Hotzenplotz@10.10.10.13

Jetzt k├Ânnen Sie den ├Âffentlichen Schl├╝ssel mit folgendem Befehl mit einem Rutsch ├╝bertragen, ohne sich auf der Kommandozeile weiter abzuplagen:

ssh-copy-id -i ihreprivateschl├╝sseldatei Hotzenplotz@10.10.10.13

Sie werden noch einmal um das Pa├čwort des Allm├Ąchtigen gebeten, und wenn Sie alles richtig gemacht haben, dann war’s das. Wenn Sie jetzt versuchen, sich mit

ssh Hotzenplotz@10.10.10.13

anzumelden, sollte das klappen. Wenn nicht, k├Ânnen Sie per Telnet wieder rein und reparieren, was zu reparieren ist.

Wenn alles klappt, Telnet deaktivieren!

Viel Erfolg!

PS:

Es ist klar, da├č Sie die Passphrase f├╝r Ihren Schl├╝ssel eingeben m├╝ssen, wenn dieser mit einer solchen gesch├╝tzt ist. Wenn Sie auch das nicht haben wollen, m├╝ssen Sie keinen neuen Schl├╝ssel ohne Passphrase erzeugen, sondern k├Ânnen die Passphrase vom vorhandenen Schl├╝ssel entfernen:

ssh-keygen -p -f ~/.ssh/privatekey -P "Alte Passphrase" -N "neue oder leere Passphrase"

 

 

 

Gedanken zur Corona-Lage Ende Oktober 2020

Bei meinen Ver├Âffentlichungen sowohl hier auf Kolloquia.de als auch
bei Youtube habe ich politische ├äu├čerungen bislang vermieden. Ich 
sehe mich nicht in der Position, das tun zu m├╝ssen, und ich will
auch vermeiden, in Situationen zu kommen, die mein Privatleben
gef├Ąhrden. Der Zustand der aktuellen Diskurse in der ├ľffentlich-
keit ist bekannt: Sie werden oft nicht mehr nach den Regeln ver-
nunftbetonter Diskussion gef├╝hrt, sondern mit Beleidigungen, Ha├č
und Herabsetzung bis hin zur Androhung von Gewalt. Da├č ich mich
dem nicht ohne Not aussetzen will, ist wohl verst├Ąndlich, dazu
m├╝├čte ich erstmal davon ausgehen, da├č mein Beitrag so wichtig
und essentiell ist, da├č er dieses Risiko wert ist.

Bei dem Thema Corona handelt es sich aber um ein zweischneidiges
Schwert: Es ist hochgradig politisch (geworden), beinhaltet aber
auch, was in der Natur der Sache liegt, ein riesiges Potential
an Sachverhalten, die der Vernunft zug├Ąnglich sind, und die auch
nur mit Vernunft zu kl├Ąren sind. Das Politische ist dann mehr
oder weniger die Konsequenz, die daraus gezogen wird.

Sollten Sie zu den Corona-Leugnern geh├Âren, w├╝rde ich Sie hiermit
h├Âflich bitten, die Lekt├╝re abzubrechen: Es finden sich ausrei-
chend andere Websites, auf denen Sie Inhalte finden, die besser
zu Ihnen passen.

Denjenigen aber, die verstanden haben, was das SARS-Cov-2 ist,
m├Âchte ich meine Gedanken zum Umgang mit der Pandemie kurz darlegen.

Ich bin in den letzten Monaten relativ viel in Deutschland herum-
gekommen (f├╝r meine bescheidenen Verh├Ąltnisse), und was ich allzu
oft beobachtet habe, waren Gruppen von Touristen (als ein Beispiel),
die anscheinend seit einem halben Jahr keine Nachrichten mehr ge-
h├Ârt, gesehen oder gelesen haben. ├ťberhaupt scheint an ihnen vieles
einfach vorbeigegangen zu sein, denn:

- Sie stehen in Gruppen von f├╝nf, zehn oder zwanzig Menschen herum,
keiner mit Maske, und trotzdem wird lustig mal mit dem einen, mal
mit dem anderen Menschen gequatscht, nat├╝rlich in den Abst├Ąnden,
die fr├╝her mal ├╝blich waren, also auch gerne in Aerosolreich-
weite.

- Diese Gruppen bewegen sich keinen Zentimeter auf die Seite, wenn
man vorbei will, man mu├č dann die Stra├čenseite wechseln.

- Oder diese Gruppen kommen einem entgegen, man selber weicht in
den u. U. herannahenden Autoverkehr aus, aber ihre Formation
├Ąndern sie nicht.
Man ist immer derjenige, der Platz macht. Manche nehmen das
am├╝siert zur Kenntnis, andere nehmen nichts wahr au├čer sich
selbst.

Da├č sie eine Bedrohung sind, hat Herr Prof. Brockmann in einer der
letzten Sendungen von Markus Lanz sehr sachlich und durchdacht klar-
gemacht, und ich m├Âchte kurz erl├Ąutern, wie diese Bedrohung aussieht.

Nehmen wir mal an, da├č das Virus existiert, dann wird es ├╝bertragen.
F├╝r eine ├ťbertragung (Fachbegriff: Transmission) ben├Âtigt man mindes-
tens zwei Menschen, was wir mal als minimale Gruppengr├Â├če festhalten.

Da eine Transmission in beiden Richtungen erfolgen kann, also von
A auf B und von B auf A, je nachdem, welcher der beiden infekti├Âs ist,
ist die Zahl an m├Âglichen Transmissionen bei zwei Personen gleich zwei.

Bei drei Personen ist sie sechs:

A -> B
B -> A
A -> C
C -> A
B -> C
C -> B

Die Formel zur Berechnung lautet:

Anzahl-Personen mal (Anzahl-Personen - 1)

Setzen wir f├╝r die Anzahl die Variable n, sieht es ganz einfach aus:

n * (n - 1)

In den derzeitigen Verhaltensma├čregeln in Bezug auf Corona ist viel-
fach von den Gruppengr├Â├čen die Rede. Ahnen Sie, warum sie so wichtig 
ist?

Je gr├Â├čer die Gruppen sind, desto viel viel gr├Â├čer wird die Zahl m├Âg-
licher Transmissionen!

Bei einer Gruppe von 10 Leuten sind das n├Ąmlich schon

10 * (10 - 1) = 90

Der nicht sonderlich beeindruckende Unterschied zwischen einer Gruppe
von dreien und der einer von zehn wird im Hinblick auf die Transmissionen
enorm!

Bei 50 Personen erhalten wir

50 * (50 - 1) = 2.450

Je gr├Â├čer die Gruppen werden, desto unwichtiger wird das - 1 in der
Klammer:

50 * 50 = 2.500

Das ist fast dasselbe wie 2.450. Man kann also sagen, bei gr├Â├čeren
Gruppen kann man die m├Âglichen Transmissionen als Quadrat der Anzahl
Personen ann├Ąhernd berechnen:

50 hoch 2 ist eben 2.500, auf jedem Taschenrechner k├Ânnen Sie das f├╝r
beliebige Gruppengr├Â├čen berechnen.

Letztes Beispiel:

1.000 * (1.000 - 1) = 999.000 (fast 1 Million!)

1.000 * 1.000 = 1.000^2 = 1.000.000 (1 Million)

Wenn es Ihnen also gelingt, anstelle von 100 Hochzeitsg├Ąsten nur 50
einzuladen und die anderen 50 vielleicht am n├Ąchsten Tag zu einer 
weiteren Feier, erreichen Sie eine erhebliche Reduktion der Zahl m├Âg-
licher Transmissionen:

Eine Feier mit 100 : 100 * (100 - 1) = 9.900

Zwei Feiern:
Erste  Feier mit 50:  50 * (50 - 1)  = 2.450
Zweite Feier mit 50:  50 * (50 - 1)  = 2.450
                               Summe = 4.900

Sie reduzieren damit also die Zahl m├Âglicher Transmissionen um sage
und schreibe 5.000!

Und haben doch mit allen gefeiert!

Das war's von meiner Seite, ich w├╝nsche Ihnen alles Gute, und da├č das
Virus sie nicht erwischen wird!

Der HP-15C als Emulator im Vergleich zum DM42 (und dem HP-15C LE (Limited Edition))

Der folgende Versuch wurde mit drei Taschenrechnern durchgef├╝hrt:

1. HP 15C LE (original Hewlett-Packard, Limited Edition)
2. HP-15C-Emulation auf Android (Test auf einem Huawei P20)
Siehe Fu├čnote 1!
3. DM42 (als Kontrollinstanz)
Siehe Fu├čnote 2!

Das folgende Programm wurde auf allen drei Rechnern ausgef├╝hrt
und die Laufzeit von Hand gestoppt.

Das Testprogramm:

LBL "SM"
STO 00
0
STO 01
LBL 01
RCL 00
ST+ 01
DSE 00
GTO 01
RCL 01
END bzw. RET (je nach Plattform)

Apropos Plattform: Der 15C kennt nat├╝rlich nur STO 1, aber nicht 
STO 01, hier m├╝ssen die Parameter einstellig sein.

Dieses Programm wurde verwendet von dem japanischen Youtube-Kanal 
tako labo:

https://www.youtube.com/channel/UCnT7aUkXTjYXP5STRHlUxSw

Das Programm berechnet die Summe aller nat├╝rlichen Zahlen von 
1 bis zum Startwert (siehe hierzu die Gau├čsche Summenformel).

Beispiel:

Startwert = 5
Berechnung: 1
           +2
           +3
           +4
           +5
           --
           15

F├╝r den ersten Performance-Test habe ich blau├Ąugig einfach mal
folgendes gesetzt, weil sich etwas l├Ąngere Laufzeiten schlicht
leichter messen lassen:

Startwert: 500.000,0 = 500 * 10^3

Unter Android ben├Âtigt das Programm 12s und gibt folgendes Ergebnis
aus:

1,25 * 10^11

Mantisse:

1250004897 (10 Stellen)

Somit erhalten wir ausgeschrieben

125.000.489.7??

Leider kann er nur auf 10 Stellen genau rechnen, daran hatte ich
nicht gedacht.

Der DM42 rechnet volle 5min und 48s und zeigt dieses Ergebnis:

125.000.250.000

Anzeigemodus ALL!

Der 15C LE rechnete ├╝ber 10min, dann waren die (nicht mehr neuwertigen)
Batterien so gut wie leer, so da├č ich abbrechen mu├čte. Der letzte Wert,
den ich beim Abbruch im Display vorfand, war 288.237, die restliche Lauf-
zeit h├Ątte wohl im Bereich von Tagen gelegen. Im Batteriebetrieb ist er,
f├╝rchte ich, ├╝berhaupt nicht in der Lage, dieses Programm zu Ende zu f├╝h-
ren. Der LE ist bekannt f├╝r seinen sorglosen Umgang mit den Energievor-
r├Ąten seiner Batterien :)

Urspr├╝nglich wollte ich mir einfach ein bi├čchen Spa├č mit den Rechnern be-
reiten und war v├Âllig von den Socken, mit welch blitzartiger Geschwindig-
keit die Emulation unter Android diese Berechnung ausf├╝hrt! Einfach un-
fa├čbar!

Zweiter Versuch, um den Emulator im Bereich seiner M├Âglichkeiten zu
halten:

Ein Startwert von 90.000 ergibt 4.050.045.000, so da├č wir hier mit den
10 Stellen hinkommen. Daf├╝r ben├Âtigt der Emulator 2s, der DM42 50s. Der
LE ist auch hier so langsam, da├č ich daf├╝r den neuen Satz Batterien nicht
opfern wollte.

Unterm Strich bin ich absolut beeindruckt von der Emulator-App! Ich habe
keine Ahnung, welche Faktoren ausschlaggebend sind f├╝r die grandiose Rech-
engeschwindigkeit, aber sei's drum, eine absolut empfehlenswerte App. Mir
ist ein Rechner mit echter Tastatur lieber, aber f├╝r kleinere Anwendungen
unterwegs ist das Ding einfach nur super.

Die Genauigkeit des DM42 ist aber ein klares Alleinstellungsmerkmal unter
den Hardware-basierten Rechnern, und wenn man seine Vielseitigkeit und
Programmierbarkeit (und seine Interoperabilit├Ąt mit dem PC) mit in Rechnung
stellt, ist er wahrscheinlich unschlagbar.

---

Fu├čnoten:

(1) Das Programm findet sich im Google-Play-Store unter dem Namen
15C HP Scientific Calculator
und kostet momentan 5,99EUR.
Ver├Âffentlicht wurde es von der AV Media Group.

Mit den sp├Ąrlichen Angaben im Playstore konnte ich nichts ├╝ber
die AV Media Group herausfinden. Es gibt unz├Ąhlige Unternehmen,
die unter diesem Namen arbeiten bzw. firmieren.

Unter Developer findet sich:

58070 Morelia, MICH
M├ęxico

Hier noch der Link auf die App:

https://play.google.com/store/apps/details?id=org.avmg.hp15c

(2) Der DM42 wird hergestellt von der SwissMicros GmbH:
https://www.swissmicros.com/

Datenwiederherstellung mit Recuva

Wenn Sie gerade im Stre├č sind, weil Sie z. B. eine Festplatte formatiert haben, auf der dann doch noch etwas gespeichert war, von dem nicht weniger als Ihre Existenz oder die eines Mitmenschen abh├Ąngt, laufen Sie Gefahr, die von Google gegen Geld ganz oben plazierten Links anzuklicken, durch die Sie dann wom├Âglich eine Software installieren, die nach einem stundenlangen Analyselauf das sehns├╝chtig erwartete Wiederherstellen der wertvollen Daten nur nach Zahlung von ca. 60 Dollar zu starten bereit ist, so z. B. bei RecoverIt!

Bei Recuva ist das nicht so! Sie k├Ânnen es mit dem folgenden Button herunterladen und installieren:Recuva - Image and File Recovery

Wenn Sie nicht gerne auf solche Buttons klicken, hier der LInk im Klartext:

https://www.ccleaner.com/recuva/download/standard

Und hier als aktiver Link: https://www.ccleaner.com/recuva/download/standard

 

Zettelkasten ZKN3: Update

Es gibt ein Update f├╝r ZKN3! There is an update for ZKN3!

Der Bug, der hier beschrieben wird, the bug described here

https://github.com/sjPlot/Zettelkasten/issues/113#issuecomment-612232786

ist somit Vergangenheit, im Changelog wird der Bug explizit angesprochen, is obviously history, this link points to the discussion on Github:

https://github.com/sjPlot/Zettelkasten/blob/master/CHANGELOG.md

Das Update gibt es hier, and here’s the update:

http://zettelkasten.danielluedecke.de/download.php

Besten Dank an Daniel L├╝decke f├╝r seine Programmpflege,

thank you, Daniel, for improving this amazing piece of software!