Monthly Archives: September 2018

Gebrauchsanweisung fĂŒr das YR1030 (MeßgerĂ€t zur Messung des Akkuinnenwiderstands)

Der YR1030 ist ein MeßgerĂ€t zum Erfassen von Spannung und Innenwiderstand. Es ist geeignet fĂŒr Akkus mit Lithium (LiIon, LiFePO4, LiMn, LiPo), NiMh, NiCd sowie Blei-Akkus als Einzelzelle oder Akkupacks im Bereich von 1mV bis 28V DC.

Achtung: FĂŒr die Richtigkeit der hier vorgelegten Informationen ĂŒbernehme ich keine Verantwortung! Obwohl ich natĂŒrlich Zeit und Grips investiert habe, um dieses Dokument zu erstellen, bleibt die Verantwortung der Umsetzung beim Leser. Sollten Sie Fehler finden, so informieren Sie mich bitte:

noodle.a.mcbee[AT]tankegang.eu

Dieser Artikel ist noch in Arbeit und wird weiter verbessert!

Funktionen

Einzelmessung von Spannung und Widerstand

Sortierfunktion in drei Klassen zur schnellen und bequemen PrĂŒfung und Gruppierung einer grĂ¶ĂŸeren Zahl von Akkus mit jeweils einstellbaren Sortierkriterien und ZĂ€hlfunktion

4-Draht-Messung mit verschiedenen MeßfĂŒhlern (angeschlossen via USB Stecker). (Falls Sie nicht wissen, was 4-Draht-Messung bedeutet und wie sie funktioniert, empfehle ich dringend, entsprechende Fachartikel dazu durchzulesen!) Standard (immer im Lieferumfang) sind zwei MeßfĂŒhler mit jeweils zwei gefederten PrĂŒfspitzen, ein vollstĂ€ndiger Satz Ersatzspitzen, vier StĂŒck, liegen bei. Optional sind ein Rundzellenhalter sowie zwei Klemmzangen verfĂŒgbar.

WĂ€hlbare Meßbereiche fĂŒr die Widerstandsmessung (20mR, 200mR, 2R, 20R, 200R) plus Auto (R steht fĂŒr ℩) und die Spannungsmessung (2V, 20V, 28V) plus Auto. Bei der Voreinstellung mit automatischer Meßbereichswahl kann sofort gemessen werden, man muß lediglich die maximale Eingangsspannung von 28V einhalten.

Eingebauter Akku, laden via Micro-USB-Kabel (nicht im Lieferumfang)

Beleuchtetes Display, einstellbare Auto-Abschaltung und Displaydimmer

Englische MenĂŒfĂŒhrung

Kalibrierbar (gerÀteintern)

Technische Daten:

Meßbereich Spannung: 0-1,999V, 2-19,99V, 20–28,99V, Auto
Auflösung Spannung: 1mV, 10mV, 100mV
Meßbereich Widerstand: 0-20mΩ, 20-200mΩ, 200-2Ω, 2-20Ω, 20-200Ω, Auto
Auflösung Widerstand: 0,1mΩ, 1mΩ, 10mΩ
Betriebstemperatur: -10°C bis +40°C
Stromversorgung: Eingebauter Akku, Ladung ĂŒber Micro-USB-Buchse mit 5V, 1A
Sprache: Englisch
Abmessungen: 130mm × 72mm × 30mm
Gewicht: 200g

Bedienung

AnschlĂŒsse:

Stirnseitig befinden sich eine USB-Typ-A-Buchse sowie eine Micro-USB-Buchse. An die breite Typ-A-Buchse werden die speziell fĂŒr das YR1030 geeigneten Meßmittel angeschlossen (PrĂŒfspitzen, Klemmzange oder Rundzellenhalter).

Achtung: Es dĂŒrfen nur die fĂŒr das YR1030 geeigneten MeßfĂŒhler angeschlossen werden! Keinesfalls dĂŒrfen gĂ€ngige USB-GerĂ€te an diese Buchse angeschlossen werden. Die kleinere Micro-USB-Buchse dient zum Laden des eingebauten Akkus, der das MeßgerĂ€t mit Strom versorgt. Hierzu kann ein ĂŒbliches USB-LadegerĂ€t (5V, 1A) bzw. USB-Netzteil verwendet werden. (Netzteil und Micro-USB-Kabel sind nicht Teil des Lieferumfangs).

Tasten:

Auf der Vorderseite des GerÀts finden sich vier Tasten:

POWER-Taste: Einschalten durch kurzen Druck, zum Ausschalten 5s halten und entweder mit HOLD/ZEROR = yes = bestĂ€tigen oder mit RANGE R = no = abbrechen und nicht abschalten. Ein kurzer Druck auf die Power Taste wechselt bei eingeschaltetem GerĂ€t in das MenĂŒ.

HOLD/ZEROR-Taste: Kurzes DrĂŒcken aktiviert die Haltefunktion, der Meßwert bleibt dann auch nach erfolgter Messung eingeblendet. Langes DrĂŒcken aktiviert die Differenzmessung mit dem aktuellen Meßwert als Nullstellung.

RANGE-R-Taste: Im Meßbetrieb dient diese Taste zur Einstellung des Meßbereichs fĂŒr die Widerstandsmessung. Im HauptmenĂŒ blĂ€ttert man mit dieser Taste durch die MenĂŒpunkte. Ist ein MenĂŒpunkt ausgewĂ€hlt, scrollt man mit dieser Taste durch die jeweiligen Einstellungsmöglichkeiten.

RANGE-U-Taste: Im Meßbetrieb dient diese Taste zur Einstellung des Spannungsmeßbereichs. Im HauptmenĂŒ wird die RANGE-U-Taste zum BlĂ€ttern durch die MenĂŒpunkte genutzt. Ist ein MenĂŒpunkt ausgewĂ€hlt, wird die Range-R-Taste zur Auswahl eines Unterpunkts genutzt.

Meßvorgang

Das gewĂ€hlte Meßmittel wird an die USB-Typ-A-Buchse angeschlossen. POWER-Taste zum Einschalten kurz drĂŒcken. Mit der RANGE-R-Taste entweder den Automatikmodus anwĂ€hlen (default) oder den passenden Widerstandsbereich einstellen, das Gleiche mit der Range-U-Taste fĂŒr die Spannung ausfĂŒhren.

Umgang mit dem Meßmittel

Egal, welches Meßmittel benutzt wird:

DIE POLUNG MUSS BEACHTET WERDEN,
SONST KANN DAS GERÄT ZERSTÖRT WERDEN!

Die StandardprĂŒfspitzen (zwei FĂŒhler mit Doppelspitze) mĂŒssen so an den jeweiligen Akkupol herangefĂŒhrt werden, daß erstens beide Spitzen Kontakt bekommen und zweitens beide Spitzen ein klein wenig gegen die Federkraft in ihre FĂŒhrungshĂŒlse zurĂŒckgedrĂŒckt werden. Somit ist der richtige Anpreßdruck sichergestellt. Wegen der Vierdrahtmessung mĂŒssen beide Spitzen des Meßspitzenpaars Kontakt bekommen, sonst wird die Messung ungenau oder falsch.

Beim Rundzellenhalter ist es ebenfalls wichtig, daß die Federkraft der Kontaktspitzen und der KontakthĂŒlsen genutzt wird, um den nötigen Anpreßdruck herzustellen. Der Schieber muß also solange an den Akku weiter herangefĂŒhrt werden, bis nicht nur beide Spitzen Kontakt haben, sondern auch die Ă€ußeren FĂŒhrungshĂŒlsen, in denen die inneren Spitzen gefĂŒhrt werden. Um dies sicherzustellen, sind die HĂŒlsen auch stĂ€rker gefedert als die Spitzen. Mit anderen Worten, fĂŒhren Sie zunĂ€chst die Spitzen an die Batteriekontakte, dann wenden Sie noch einmal Kraft auf, um den Schieber das entscheidende StĂŒck nĂ€her an die Batterie zu fĂŒhren, um auch einen guten Kontakt der Ă€ußeren FĂŒhrungshĂŒlse zu gewĂ€hrleisten. Nur dann kann eine korrekte Vierdrahtmessung erfolgen. Es schadet nicht, vor dem ersten Gebrauch des Rundzellenhalters einmal die Federkraft der Spitzen zu tasten als auch die deutlich stĂ€rkere Federkraft der HĂŒlsen. Dann bekommen Sie ein besseres GefĂŒhl dafĂŒr, welcher Anpreßdruck spĂ€ter nach dem Einlegen des Akkus erforderlich ist fĂŒr eine gute und genaue Messung.

Bei Verwendung der Klemmzangen ist zu beachten, daß beide Tranchen der Zangen Kontakt haben.

Sobald beide Akkupole Kontakt haben, kann der korrekte Wert abgelesen werden. Wird zuerst der negative Pol des Akkus kontaktiert, zeigt das GerĂ€t zufĂ€llige Meßwerte, und zwar so lange, bis der positive Pol auch Kontakt hat. In diesem Moment wird dann der korrekte Meßwert angezeigt. Will man die Zufallswerte vermeiden, kontaktiert man einfach zuerst den Plus- und dann den Minuspol.

Sortierfunktion/Serienmessung

Nachdem das Meßmittel angeschlossen und das GerĂ€t eingeschaltet ist, wechselt man mit der POWER-Taste in das HauptmenĂŒ. Handelt es sich um die erste Serienmessung, mĂŒssen zunĂ€chst die Sortierkriterien eingetragen werden. Mittels RANGE-U-Taste auf Punkt 5, Grading Set, gehen. Mit der POWER-Taste den MenĂŒpunkt öffnen, mit der RANGE-U-Taste  Gruppenmerkmal auswĂ€hlen, A Widerstand/Spannung, B Widerstand/Spannung oder C Widerstand/Spannung, Ă€ndern mit der RANGE-R-Taste.

Die Range-R-Taste blĂ€ttert durch die möglichen Werte. Zum Verstellen des Meßbereichs Einheit mR (entspricht m℩) oder V auswĂ€hlen. Mit der HOLD/ZEROR-Taste kommt man wieder zurĂŒck zur Auswahl des Kriteriums. (Wenn dieses MenĂŒ mit der POWER-Taste verlassen wird, werden die Änderungen nicht gespeichert. Zum Speichern muß der MenĂŒpunkt mit der HOLD/ZEROR-Taste verlassen werden!)

GrundsĂ€tzlich gilt: Die oberste Ebene des AuswahlmenĂŒs muß mit der HOLD/ZEROR-Taste verlassen werden, die tieferliegenden Ebenen mĂŒssen mit der POWER-Taste (ohne Speichern) oder mit der HOLD/ZEROR-Taste (mit Speichern) verlassen werden.

Im HauptmenĂŒ wĂ€hlt man dann den Punkt 2, Sorting Mode, und bestĂ€tigt mit kurzem Druck auf die POWER-Taste.

Nun kann die Serienmessung beginnen, ein kurzes akustisches Signal bestĂ€tigt die Messung, der Akku wird nun je nach Meßergebnis der passenden Klasse A, B oder C hinzugezĂ€hlt und der nĂ€chste Akku kann gemessen werden. Die SummenzĂ€hler bleiben auch nach dem Ausschalten erhalten. Nach Ende der Messung kann der ZĂ€hler im HauptmenĂŒ im Punkt 6, Grading Count, eingesehen und auch zurĂŒckgesetzt werden.

MenĂŒ (KurzĂŒbersicht)

Power ->

1. Normal Mode -> Automatische Spannungsmessung, automatische Widerstandsmessung

2. Sorting Mode -> Aktivieren des Sortiermodus

3. Backlit Set -> Einstellen der Luminanz, des Arbeitsmodus (ON, OFF, Trig) und                            der Ausschaltverzögerung im getriggerten Modus

4. Auto OFF Set -> Abschaltvariablen

5. Grading Set -> Einstellungen fĂŒr die Sortierung

6. Grading Count -> Einstellungen fĂŒr die Sortierung

7. Calibration (muß noch evaluiert werden)

8. Factory Reset -> SelbsterklĂ€rend: recover -> yes = Reset, recover -> no  = zurĂŒck (kein R.)

9. Charge Set -> Einstellung des Ladestroms fĂŒr den internen Akku

Tastenfunktionen

Power -> MenĂŒaufruf, im MenĂŒ: Enter, geĂ€nderte Werte werden durch diese Taste nicht         gespeichert! Sie wirkt dann wie ESC!

HOLD/ZEROR -> im MenĂŒ: ESC (zurĂŒck), die VerĂ€nderung von Werten muß mit dieser Taste (und nicht mit der Power-Taste) bestĂ€tigt werden! Kann auch YES bedeuten.

RANGE-R -> im MenĂŒ: Wert erhöhen, kann auch NO bedeuten.

RANGE-U -> im MenĂŒ: down

R steht fĂŒr Resistance und im MenĂŒ fĂŒr Ohm, U steht wie ĂŒblich fĂŒr Spannung.

Beispiel: Funktion Backlit Set

POWER drĂŒcken -> Luminance Ă€ndern: RANGE-R zirkuliert durch die möglichen Werte (in FĂŒnferschritten von 10% bis 95%, dann 99%). RANGE-U wechselt zur nĂ€chsten Variablen, nĂ€mlich Mode: ON, OFF, Trig. ON ist Dauerbeleuchtung. Delay (Ausschaltverzögerung): 5 – 60s. Wenn man fertig ist, drĂŒckt man HOLD/ZEROR zum Speichern oder verlĂ€ĂŸt den MenĂŒpunkt mit POWER, ohne zu speichern.

Sicherheitshinweise

Korrekte Polung beachten! Falsche Polung kann das GerĂ€t und den Akku irreparabel schĂ€digen. Es besteht Kurzschlußgefahr!

Schließen Sie niemals etwas anderes als die passenden MeßfĂŒhler an die USB-Buchse an!

Keine Quellen mit mehr als 28V DC messen, keine Wechselspannungen messen!

Vor Feuchtigkeit schĂŒtzen!

Verletzungsgefahr an den scharfen Meßspitzen!

Von Kindern fernhalten!

Bei zu niedriger Versorgungsspannung durch den Akku im GerĂ€teinneren kann die Meßgenauigkeit nachlassen. Auf ausreichenden Ladezustand achten!

Das GerÀt sollte nicht geöffnet werden.

Hier zwei Videos zum GerÀt:

Rotek vs. Fotek?

Die SSRs der Firma Fotek, gegen die ich hier nicht das geringste sagen will, werden, wie vielfach berichtet und belegt wurde, in enormen StĂŒckzahlen gefĂ€lscht, so daß man sich bei Produkten, die vorgeblich von Fotek stammen, fast schon sicher sein kann, daß man FĂ€lschungen erhĂ€lt.

FĂ€lschungen an sich wĂ€ren fĂŒr den Endkunden ja nicht unbedingt ein Problem. Im Falle von SSRs allerdings geht die FĂ€lschung auch mit gefĂ€lschten Spezifikationen einher, was bedeutet, daß der Endverbraucher beim Einsatz der SSRs ein hohes Risiko eingeht. Wie einige YT-Videos eindrĂŒcklich belegen, ist die Gefahr eines Feuers beim Versagen eines ĂŒberlasteten SSRs hoch.

Bis zum Beweis des Gegeneils (der hoffentlich nicht erbracht wird) gehe ich davon aus, daß die österreichische Firma Rotek SSRs vergleichbarer Spezifikation vertreibt, bei denen man zumindest zur Zeit nicht befĂŒrchten muß, gefĂ€lschte Produkte oder solche, die nicht den veröffentlichten Spezifikationen genĂŒgen, zu erhalten.

Hier der Link: https://www.rotek.at/produkte/industriebedarf-industrieelektronik-leistungsschuetze-De.html

Einige Produkte von Rotek findet man auch bei Amazon, z. B. hier: https://amzn.to/2zqI2Qb

Ein Vorteil ist auch die deutlich kĂŒrzere Lieferzeit gegenĂŒber einer Bestellung in China, und z. T. sind die Preise auch nicht nennenswert höher. Und was ist Sicherheit, die eigene Unversehrtheit und der Erhalt des Hausstandes wert?  Eine Menge, finde ich.

GefÀlschte SSRs (Solid State Relay)

Seit einiger Zeit beschĂ€ftige ich mich mit dem Thema SSR, und wenn man beginnt, sich damit zu befassen, stellt man als erstes fest, daß die Dinger ungemein populĂ€r sind. Als zweites erfĂ€hrt man, daß sie mitunter in Brand geraten oder zusammenschmelzen, und als drittes, daß das vor allem an dem massiven Aufkommen von FĂ€lschungen liegt.

Hier ein hochaktueller Artikel zum Thema: https://protosupplies.com/inferior-counterfeit-fotek-ssr-25-solid-state-relays-on-the-market/

Das Wichtigste daraus fasse ich mal eben auf Deutsch zusammen:

Es gibt minderwertige FĂ€lschungen des Typs FOTEK SSR-25 (und mit Sicherheit auch anderer Typen bzw. Spezifikationen), die höchstens die HĂ€lfte des Stroms vertragen, fĂŒr den sie angeblich ausgelegt sind. Wenn ĂŒberhaupt. Der Verfasser des Artikels stellte fest, daß der verbaute TRIAC nur fĂŒr 12 anstatt fĂŒr 25A ausgelegt ist. Im folgenden geht es dann um die Möglichkeiten, eine FĂ€lschung zu erkennen.

  1. Die rechte untere Ecke des Bereichs, in dem das Label des Originals eingeklebt ist, ist abgeschrÀgt, die anderen Ecken sind, hm, eben eckig. Das Label des Originals ist unten rechts ebenfalls abgeschrÀgt. Der englische Text spricht von rounded,  aber das kann ich an Hand der Bilder nicht recht nachvollziehen.
    Bei der FÀlschung ist der Bereich, in den das Label eingeklebt ist, an keiner Ecke abgeschrÀgt oder abgerundet.
  2. Die Originale tragen den Text Taiwan made. Auf den FĂ€lschungen steht Made in Taiwan.
  3. Auf dem Original steht Rated: 25A max., auf den FĂ€lschungen fehlt diese Spezifikation komplett.
  4. Die Aufdrucke 1 ~ 24 ~ 380VAC ~ 2 mitsamt den Linien darunter sind auf den FĂ€lschungen recht fett gedruckt. Die Originale tragen feinere SchriftzĂŒge und auch die Linien sind feiner.

Schaut Euch die Bilder, die der Verfasser des o. g. Artikels angefertigt hat (und die ich hier aus Respekt vor seiner Arbeit nicht einfach abkupfern will), genau an! Ich habe sie mir ausgedruckt und habe sie griffbereit neben dem Computer liegen. Daher kann ich auch sagen:

Wenn das alles so stimmt, dann ist der Markt so gesĂ€ttigt mit FĂ€lschungen, daß man die Originale des anscheinend seriösen Herstellers Fotek gar nicht mehr bestellen kann. Ich habe mir zahlreiche Videos angeschaut, die sich mit diesen SSRs befassen, ich kann mich an keines erinnern, in dem ein Original verwendet wurde. Fast alle, die in Videos zeigen, wie man mit diesen SSRs arbeitet, fĂŒhren den Umgang mit einer FĂ€lschung vor, ohne es zu wissen (oder zu thematisieren).

Da ich nĂ€chstens ein kleines Projekt abwickeln will, bei dem es um die Ansteuerung eines kleinen Ölradiators mit 1500W geht, habe ich nach Alternativen Ausschau gehalten und bin bei der österreichischen Firma Rotek fĂŒndig geworden. Ihre Produkte gibt es z. B. hier:

https://amzn.to/2CaQVP5

Sobald mir dieses Relais vorliegt, werde ich einen Test mit einem 2000W-Konvektor machen und in einem YT-Video veröffentlichen. Bis dahin, Leute, gebt gut Acht, diese FÀlschungen sind richtig gefÀhrlich!

The TEC-06 battery discharge test device: Manual

Foreword & Warning

First, I have to give a warning: The following text about the TEC-06 (v5.4) is the result of taking together the information which could be found on the net at the beginning of September, 2018. These text documents are horrible translations from, most probably, Chinese into something remotely similar to English. Therefore, I cannot guarantee anything of the (hopefully) facts described in this document. The use of the information herein is solely on your own risk and responsibility!

The text is still not finalized!

If you have any suggestions regarding this text, please, let me know! In this case, write to

noodle.a.mcbee [AT] tankegang.eu

Thank you!

So let’s start


Description

The TEC-06 is a constant current electronic load. It uses a high-precision DAC loop control technique to control the output current of a power supply or a battery. The current will be kept constant, independently from changes in tension (voltage). The load resistors are onboard, there is no need for an external load separate from the board. This load is linear, there is no PWM mode.

The TEC-06 will automatically calculate the product of discharge current and time to measure the battery capacity. The TEC-06 can also be used as an electronic load to verify the battery or power output capacity.

Specifications

Maximum current: 3.5A; error <= 0.5%
Maximum power: 16W
Operating temperature: -20° through +70° Celsius

Features

  1. Encoder switch (shuttle) operation, easy and convenient.
  2. Precise current adjustment, the full range error is within 0.5%.
  3. Integrated fan, discharge power can be up to 16W and the fan will be automatically switched on or off according to the power.
  4. Supports 4-wire measurement. Only with a 4-wire connection the battery’s internal resistance can be measured.
  5. Maximum battery voltage is 15V, and cut-off voltage can be adjusted randomly in the range of 1 through 12V by steps of 0.05V.
  6. When the battery current is too low, the device will automatically adjust the resistance until the actual current meets the set value. When the actual current is lower than 40% of the preset value, the device will end discharging.
  7. Mini-USB interface (5V) for power supply, the current consumption is about 240mA.
  8. Maximum detection capacity is 500,000mAh (500Ah).

The LEDs and the display

Beneath the 4-digit display there is a vertical line of five LEDs:

  1. Ah -> The accumulated measured capacity
  2. V -> Battery voltage (momentarily measured value)
  3. V -> The set cut-off voltage (as defined by the user)
  4. mA -> Actual current (the current in the battery circuit)
  5. mΩ -> The battery’s internal resistance (can only be measured if the battery has been connected in a 4-wire mode, see diagram below)

The four-wire connection

The connection to the V- and V+ terminals should be done with very thin wires, whereas the wires ending on the I+ and I- terminals should be thick enough to stand the expected current.

I+  I-  V-  V+
|   |   |   |
|   +---+   |
|       |   |
+---+-------+
    |   |
    B+  B-

The ASCII drawing above shows the logical connections. Physically, one would solder two wires directly to each battery pole, a thick one for the connection to the I terminal, a thin one for the V terminal.

How to operate

  1. Connect the battery.
    a) With measurement of the internal resistance: Use 4-wire technique.
    b) Without measurement of the internal resistance: Use a 2-wire connection. In this case the battery must be connected to I+ and I-. Needless to say, but battery plus to I+, battery minus to I-.
  2. Turn on the power by connecting the micro-USB port to a standard USB charger.
  3. Set the cut-off voltage which applies for your type of battery. You can destroy the battery when choosing the wrong value! It can begin to burn or even explode, so carefully read the manufacturer’s instructions for use of your type of battery!
    Turn the encoder knob to the cut-off voltage position, press the switch. Cut-off voltage flashes, that means that the desired value now can be set. Turn the knob to set the desired cut-off voltage. The minimum adjustment step is 0.05V. The parameter is stored in the device to complete the cut-off voltage setting.
  4. Set the current: Turn the rotary switch to the current display mode. The setting method is the same as above. The adjustment step is 50mA within a range from 50mA through 500mA. The adjustment step is 100mA above 500mA. The maximum current is 3.5A.
    NOTABENE: The maximum power is always 16W! In accordance to P=U*I, the current will never be higher than 16W/U, wherein U is the actual off-load voltage of your battery. So, e. g., a 12V battery measurement can only be set to a current of 1300mA in theory, practically I could set it only to 1200mA in this case.
  5. Start/Stop
    Two modes are available:a) Mode 1: Turn knob to display capacity, press switch to start. To pause the process, simply press the switch again.

    b) Mode 2: Turn knob to display measured battery voltage, press switch to start.After the discharge starts the device will dissipate heat. When the discharge power is greater than 2.2W the fan will power on, if it is less than 2W the fan will stop.

  6. End of process: When the battery voltage is lower than the cut-off voltage, the device stops discharging the battery, the measurement is completed, and then the display flashes, showing the final discharge capacity. To stop flashing, press the knob.
  7. Measure again: Press the switch for 3 seconds or re-power on to do this.

Special Functions

  1. Maximum power limit function: The TEC-06 limits the maximum discharge power. When the user sets the discharge current to a value, so that the power consumption is greater than 16W, the device will automatically adjust the discharge current, so that the power stays below 16W.
  2. Battery discharge capacity detection function: When the maximum discharge current of the battery can not reach the set value, the device will automatically reduce the discharge current.
  3. Cycle display function: In the internal resistance display mode, click the switch and the device will automatically cycle through the five measurements.

Deutsche Gebrauchsanweisung fĂŒr das ZB2L3 AkkukapazitĂ€tsmeßgerĂ€t

Gebrauchsanweisung fĂŒr den ZB2L3

Die letzte Version des GerÀts ist die v2.3, gekauft im August 2018.

Verwendungszweck

Messen der AkkukapazitÀt

Arbeitsweise

An die beiden Terminals an Position 2 und 3 wird ein Akku angeschlossen, Pluspol
an 2, Minuspol an 3. Die LastwiderstÀnde werden an 1 und 4 angeschlossen.

     +---ZB2L3 v2.3---+
1 <= *   +---------+  |
2 <= *   | DISPLAY |  |
3 <= *   +---------+  |
4 <= *      # # #     =   <= Micro-USB-Buchse
     +----------------+

Die AnschlĂŒsse werden durch Sternchen symbolisiert, die drei Knöpfe, OK, - und +, mit
einer Raute (#).

1 - Lastwiderstandskreis
2 - Akku, plus
3 - Akku, minus
4 - Lastwiderstandskreis

Das GerĂ€t wird durch Anschluß an ein USB-Netzteil (5V DC) eingeschaltet. Auf der rechten
Seite befindet sich dazu eine Micro-USB-Buchse. Über diese wird nur eine Betriebsspannung
zur VerfĂŒgung gestellt, weitere Funktionen gibt es nicht.

Externe LastwiderstÀnde: Die mit dem GerÀt gelieferten WiderstÀnde haben laut Aufdruck 
eine maximale Leistung von 30W. Trotzdem werden sie extrem heiß, auch bei Gebrauch 
innerhalb der Spezifikation. Daher rate ich zur Verwendung höher belastbarer WiderstÀnde,
z. B. 8Ohm/100W, und wĂŒrde diese auch auf einem KĂŒhlblech betreiben.

Spannungsversorgung: DC 4,5V bis 6,0V ĂŒber Micro-USB-Buchse

Arbeitsstrom: weniger als 70mA (dieser Wert gilt fĂŒr den internen Schaltkreis)

Meßbereich fĂŒr die Akkuspannung: 1V bis 15V, Auflösung 0,01V

Die Entladeschlußspannung wird automatisch voreingestellt im Bereich von 0,5 bis 11,0V. 
Diese Voreinstellung kann manuell verÀndert werden.

Der maximale Strom im Entladekreis betrÀgt 3A, gemessen mit einer Auflösung von 0,001A.

Der maximale Fehler bei der Spannungsmessung betrÀgt 1%, entsprechend +- 0,03V.

Der maximale Fehler bei der Strommessung betrÀgt 2%, entsprechend +- 0,010A.

Die KapazitÀt des Akkus kann zwischen 0,001Ah und 9999Ah gemessen werden. Werte unter 10Ah
werden als X.XXX angezeigt, Werte zwischen 10Ah und 99,99Ah als XX.XX usw.

GrĂ¶ĂŸe des Boards: Breite 50mm, Tiefe 36mm, Höhe (inkl. StĂŒtzbolzen) 17mm.

Um die Spannungsmessung zu verbessern, wird im Schaltkreis ein Gleichstrombias
verwendet. Es kann somit auch im Leerlauf ein kleiner Wert angezeigt werden, der
aber die tatsÀchliche Messung nicht beeintrÀchtigt.

Bedienungsanleitung

Der zu testende Akku sollte vorab voll geladen werden.

Verbinden Sie den Akku unter BerĂŒcksichtigung der PolaritĂ€t mit dem GerĂ€t. Falsche
Polung kann den Akkutester beschĂ€digen! Schließen Sie dann das GerĂ€t an die USB-
Versorgungsspannung an. Das Display sollte nun die Spannung des Akkus anzeigen.

Beginnen Sie den Test durch Druck auf den OK-Knopf. Automatisch wird der Tester nun
eine Entladeschlußspannung vorschlagen, im Display wird an erster Stelle ein P angezeigt. 
Entweder akzeptieren Sie die Vorgabe durch erneuten Druck auf den OK-Knopf, oder Sie 
verwenden die Plus- und Minus-Knöpfe, um einen eigenen Wert einzugeben. Dies geschieht
in 0,1V-Schritten. Die manuelle Einstellung wird dann mit OK abgeschlossen.

Anschließend beginnt die Messung. Der Lastkreis wird zugeschaltet, es beginnt ein
Entladestrom zu fließen, und auf der Anzeige erscheinen reihum

die akkumulierte KapazitÀt in Ah,
der aktuelle Entladestrom in A und
die aktuelle Akkuspannung in V.

Bei Erreichen der Entladeschlußspannung wird der Lastkreis getrennt, und der Akkutester
zeigt blinkend die gemessene KapazitĂ€t in Ah an. Durch DrĂŒcken des OK-Knopfs wird das
Blinken beendet. Ein erneuter Druck auf OK setzt das GerĂ€t zurĂŒck, sodaß ein weiterer
Akku gemessen werden kann.

Fehlercodes

Err1:
Akkuspannung ĂŒber 15V

Err2:
Akkuspannung niedriger als Entladeschlußspannung

Err3:
Der Entladestrom kann vom Akku nicht mehr geliefert werden. Entweder, weil der Akku-
innenwiderstand oder der Widerstand des Kabels zu hoch ist.

Err4:
Strom höher als erlaubt (ĂŒber 3,1A)

Kalibrierung

Halten Sie alle drei Knöpfe niedergedrĂŒckt, wĂ€hrend Sie das GerĂ€t an das USB-Netzteil
anschließen. Anschließend lassen Sie die Knöpfe los und das GerĂ€t befindet sich im 
Kalibrierungsmodus. Folgende Schritte mĂŒssen nun durchgefĂŒhrt werden:

1. Display: 0u0A
Schließen Sie die Terminals 2 und 3 kurz. DrĂŒcken Sie OK!

2. Display: J10u
Legen Sie an 2 und 3 eine Spannung von 10V an! DrĂŒcken Sie OK!

3. Display: J2.0A
Stellen Sie die Spannung nun so ein, daß ein Strom von exakt 2A fließt! DrĂŒcken Sie OK!

Wenn Sie den Strom einstellen, denken Sie an folgendes:

Die Spannung darf maximal 15,0V betragen!

Ein geeigneter Widerstand betrÀgt 7,5Ohm.

Wenn Sie einen 4Ohm-Widerstand verwenden, benötigen Sie eine Spannung von 8V, sodaß 
gilt: 8V/4Ohm=2A. Der Strom muß auch bei vorheriger Berechnung unbedingt mit einem 
externen MeßgerĂ€t ausreichender Genauigkeit kontrolliert werden!

Wenn das ZB2L3 mit den Kalibrierungsdaten einverstanden ist, wird es am Ende des Prozesses 
vier verschiedene Werte anzeigen. Falls nicht, wird der Kalibrierungsversuch ignoriert,
die Daten verworfen und die Prozedur beendet.

Lieferumfang:

2 StĂŒck 5W, 7,5Ohm WiderstĂ€nde
1 StĂŒck AkkukapazitĂ€tstestgerĂ€t
(ein USB-Kabel gehört NICHT dazu)

Bitte beachtet meine beiden Videos zum GerĂ€t, das erste ist ein allgemeiner Test, das zweite befaßt sich mit der Kalibrierung:

Mein erstes Video zum GerÀt

Mein zweites Video zum GerÀt: Kalibrierung

Kalibrierung des ZB2L3 v2.3 und anschließende ÜberprĂŒfung der Meßgenauigkeit

Dieses Video zeigt die Kalibrierung des ZB2L3 v2.3 und die anschließende ÜberprĂŒfung der Meßgenauigkeit:

Eine von mir aktualisierte und ĂŒberarbeitete Gebrauchsanweisung auf englisch in einer Vorabversion folgt, die fertige Version als auch eine deutsche Übersetzung werden in den nĂ€chsten Tagen hier gepostet:

Manual for the ZB2L3

The latest version is v2.3, bought in August, 2018.

Intentional use

Measuring of battery capacity

Mode of operation

A battery is connected to the two connectors on position 2 and 3 with plus to 2
and minus to 3, while a resistor circuit is connected to 1 and 4.

     +---ZB2L3 v2.3---+
1 <= *   +---------+  |
2 <= *   | DISPLAY |  |
3 <= *   +---------+  |
4 <= *     # # #      =   <= USB connector
     +----------------+

Connectors are shown as stars, the OK, - and + buttons are symbolized by #.

1 - Resistor circuit
2 - battery, plus
3 - battery, minus
4 - Resistor circuit

The device is switched on by connecting USB power (5V) to the USB micro connector on 
the right hand side.

External load resistor: The resistors which come with the device have a nominal power 
of 30W. Nevertheless these may become extremely hot although staying within the limits 
of specification! It is recommended to use high power resistors of at least 100W and 
mount these to aluminum heat sinks.

Power supply voltage: DC 4.5 through 6V (micro USB socket)

Working current: less than 70mA (this is the internal circuit, not the outer resistor 
circuit or the battery circuit)

Measured battery voltage: 1.00V through 15.00V, resolution 0.01V

Automatically selected termination voltage, depending on the initially charged cell 
voltage. Range: 0.5 through 11.0V.

Maximum current 3A, resolution 0.001A

The maximum measurement error voltage: 1% +- 0.03V

The maximum measurement error of current: 2% +- 0.010A

The maximum battery capacity range: 0.001Ah through 9999Ah (values lower than 10Ah are 
displayed as X.XXX; values between 10Ah and 99.99Ah are displayed as XX.XX, and so on).

Board size: 50mm long by 36mm wide, by 17mm high, including standoffs

Note: in order to improve the voltage measurement accuracy, the circuit applies 
a DC bias. The display may show a small residual value, which does not affect the 
actual measurement.

Usage instructions

The battery to be tested should be fully charged first.

Connect the battery observing the polarity (+ terminal on the PCB to 
positive battery terminal). Reversing the polarity may damage the circuit! 
Connect the operating power to the tester via the micro USB cable. The display 
should indicate the battery voltage.

Start test by pressing the OK button. The tester will automatically set suitable 
termination voltage, according to the battery full charge voltage, and flash it 
3 times upon starting the test.

The termination voltage chan be changed in 0.1V increments after starting the test, 
by pressing the + or - keys. The termination voltage is displayed with a leading 
P character. During testing, the electronic switch connects the load resistor, and 
the testing data are displayed in sequence, as shown by the LED indicator:

the integrated capacity (Ah)
momentary discharge current (A)
current battery voltage (V)

When the battery voltage reaches the termination voltage, the tester cuts off the 
load control switch, displays the capacity (Ah) and rapidly flashes the corresponding 
LED indicator. Press OK to terminate flashing. Press the OK button again and return 
to power on state, so that another battery can be connected and tested.

Error codes

Err1:
battery voltage above 15V

Err2:
battery voltage lower than termination voltage

Err3:
battery is unable to withstand the discharge current 
(either internal battery resistance or cable resistance is too high)

Err4:
current above specification (higher than 3.1A)

Calibration

Simultaneously apply USB power and press all three buttons at once to enter the 
calibration mode and perform the following steps:

1. Display: 0u0A
Short connect both positive and negative input terminal (2 and 3) and press the 
OK button!

2. Display: J10u
Apply 10.00V DC between connectors 2 and 3 and press the OK button!

3. Display: J2.0A

Apply 2.0 A DC current between the input terminals and press the OK button to 
complete the calibration.

To achieve this, please, remember:

Maximum voltage : 15.0V
Desired current : 2.0A
Resistance should be: 7.5Ohm 

If you e. g. use a 4Ohm resistor, you should set the tension to 8V, so that 8V/4Ohm=2A. 
But the current should under all circumstances be measured with an external amperemeter 
as accurately as possible.

If the tester determines that the calibration data is reliable, it will in turn show 
four calibration numbers after completing the procedure; otherwise it will ignore the 
calibration attempt, discard the data, and exit the procedure.

Shipped contents:

2x 5W 7.5Ohm resistor
1x Battery capacity tester board
(USB cable is NOT provided)